Das Mekka der Technoparty-Bands

Wenn es einen Club in Deutschland gibt, der zum Mittelpunkt der elektronischen Musik geworden ist, dann ist das wohl das Berghain in Berlin. Alle großen Namen der EDM-Szene legen hier auf und keine Band aus dem Technobereich kann darauf verzichten, hier wenigstens einmal gespielt zu haben.

Das Berghain wurde sogar zum besten Club der Welt gewählt und das, obwohl die Besitzer sich weitgehend von der Öffentlichkeit zurückgezogen haben. Sie geben keine Interviews und es gibt keine großen Clubreportagen, wohl auch, weil man exklusiv bleiben will.

Das Berghain ist in einem ehemaligen Fernheizkraftwerk untergebracht, das 2004 entkernt und zu einem Club mit mehreren Etagen umgebaut wurde. 2011 konnten die Betreiber Gebäude und Grundstück auch von Vattenfall abkaufen.

Gefeiert wird immer am Wochenende, zunächst von Freitagmitternacht bis Samstagmorgen und dann wieder von Samstag durch die Nacht bis Sonntag. Wer in den Club reinkommt, bestimmt vor allem der Türsteher Sven Marquardt, der mit seiner Selektion den Club zur “härtesten Tür Berlins” gemacht hat.

Im Berghain wird die Privatsphäre so groß geschrieben, dass keine Fotos und Videos gemacht werden dürfen. Bei Handys werden sogar die Kameralinsen mit Stickern überklebt, und es gibt sogar wenig Spiegel und spiegelnde Flächen, so dass man sich ganz auf sich selbst konzentrieren kann.

Die Resident-DJs, die immer im Club auflegen, sind mittlerweile lebende Party-Legenden: Marcel Dettmann, Nick Höppner, Tama Sumo, Ben Klock und Virgina. Sie legen im Club oder der Bar auf. werden aber immer wieder von internationales Stars der Techno-Musik unterstützt. Auch die Deutsche Monika Kruse hat hier schon auflegen dürfen. Sowohl für Besucher als auch für DJs ist es eine Ehre, in den Club eingelassen zu werden. Wer hier einmal aufgelegt hat, wird in der Partygemeinschaft der DJs hoch angesehen sein.

Der Club hat 180 Mitarbeiter und wird von einer GmbH betrieben. Das Finanzamt hat die Konzerte als kulturelle Veranstaltungen gewertet, was bedeutet, dass man nur sieben Prozent Umsatzsteuer zahlen muss.

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