Wird Kruse Backspin wieder auflegen?

Sie ist nicht nur eine der erfolgreichsten deutschen DJs, sondern hat auch mit ihrer Partyreihe “No historical Backspin” ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass gesetzt. Zum letzten Mal hat Monika Kruse vor drei Jahren so eine Party gemacht, viele ihrer Fans hoffen, dass die Techno-Ikone angesichts der zunehmenden Gewalt von Rechts wieder ein Protest-Event durchführen wird.

Dazu muss sie aber erst einmal Zeit haben, denn die deutsche Techno-Queen ist durchaus gefragt in deutschen Clubs, aber auch bei Party auf Mallorca. Dort räumt sie mittlerweile regelmäßig ab. In Deutschland ist sie unter anderem bei Tanzpartys im Time Warp in Mannheim zu sehen, aber auch auf vielen Sommerfestivals. Auf Ibiza hat sie es bis in den weltbekannten Club Amnesia geschafft.

Sie beeinflusste die Münchner Techno-Szene

Kruse ist ein Techno-DJ der alten Schule, kam in den frühen 90er Jahren in München zu der Szene, die sie bald auch bestimmte. Sie war so gut, dass sie bald auch eine internationale Karriere begann und auf Festivals im Ausland auflegte. Später zog sie in die DJ Metropole Berlin, wo sie auch ihre eigenen Plattenfirma Terminal M gründete.

Sie ist nach wie vor tonangebend in der House- und Technoszene, wird von ihren Fans auch wegen ihrer Warmherzigkeit geliebt. Ihre Musik hat 160 beats per minute und liegt damit klar im Bereich der etwas schnellerden elektronischen Tanzmusik, allerdings hat sie sich niemals dem aggressiven Teil des Techno verschreiben können. Sie hat eher sanfte Bässe, versucht einen Groove durch das Set zu steuern, der die Menschen vor allem tanzen lässt.

Entspannung ist für einen DJ, der so hohe Beats spielt, besonders wichtig, und die findet die Künstlerin in der Natur und beim Yoga. Für sie ist das ein Ausgleich, bei dem sie sich zurücknehmen kann, wie sie in einem Zeitungsinterview einmal sagte. Seit 20 Jahren ist sie jetzt im Geschäft und es sieht nicht danach aus, dass Monika Kruse in Rente gehen will. Sie ist ja nicht einmal 50.